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Europas Bestseller-Liste zum Weltbuchtag

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Kultur

Die Unesco hatte die zündende Idee, am 23. April gleichzeitig den Welttag des Buches und des Urheberrechts, den Todestag von Cervantès und Shakespeare zu feiern. Cafebabel.com präsentiert zu diesem Datum eine Leseliste der derzeit meist debattierten Werke in Europa.

Frankreich: Michel Houellebecq, eine Rückkehr

Michel Houellebecq ist der meist gelesene französische Autor der Welt. Logisch also, dass man in Frankreich gerade seine letzte Poesie-Anthologie diskutiert. Sie heißt Configuration du dernier rivage (in etwa "Konfigurierung des letzten Ufers") und erschien am 17. April 2013.
  (Foto ©offizielle Facebook-Seite von Michel Houellebecq)

Italien: Roberto Saviano,

"Was einen Autoren interessiert, ist das Finden eines Schlüssels, um die Welt zu beschreiben. Mein Schlüssel sind Verkaufswaren.“ So erklärt der italienische Bestsellerautor von Gomorrha seine Poetik rund um ZeroZeroZero (5. April 2013), seinen Ausflug in die höllische Welt des Drogenhandels, wo er seine Feder in die Dienste der Kolumne stellt.

  (Foto ©offizielle Facebook-Seite von Roberto Saviano)

Österreich: Clemens J. Setz, grotesk

In der österreichischen Steiermark werden Kinder mit dem schrägen Indigo-Syndrom in eine Spezialschule eingeliefert – sie leiden an Übelkeit, Schwindel und Kopfweh. Der gelernte Mathematiker und Lehrer aus Graz mit Nerd-Allüren, der in der deutschsprachigen Presse zugleich als Genie und Hochstapler gehandelt wird, legt mit Indigo einen grotesken Schauerroman der Postmoderne vor.

  (Foto ©Davide Weber)

David Ferandez & José Antonio Gutérrez, Licht und Schatten

Der spanische Thriller im Tagebuchstil Los de la ETA han matado a tu hijo (in etwa: ""Die von der ETA, die deinen Sohn umgebracht haben) erzählt eine Geschichte, die viele Schatten wirft. Ein Must, um die Funktionsweise der baskischen Terrorgruppe und den spanischen Kampf gegen Terrorismus zu verstehen.

  (Foto mit freundlicher Genehmigung ©Terra)

Timur Vermes, Satire mit Bart

Das minimalistische Cover zieht alle Blicke auf sich – die Debatte um Er ist wieder da hat einen ähnlichen Magneteffekt: Darf man über einen Hitler lachen, der im Sommer 2011 auf einer Wiese mitten in Berlin aufwacht, sich auf dem Oktoberfest vergnügt und sogar zum Fernsehsternchen aufsteigt? Timur Vermes’ satirischer Roman führt seit Oktober 2012 stabil die Spiegel-Bestsellerliste an. (Foto ©Societäts-Verlag)

 Krzysztof Varga, Kuschelkultur

2012 veröffentlichte der polnische Journalist und Schriftsteller Polska mistrzem polski (Polen ist der polnische Meister). Die Essaysammlung beschreibt den Weg, den das moderne Polen politisch und kulturell eingeschlagen hat: „Kuschelfaschismus“, „Botoxtotalitarismus“ und „Silikongewalt“ lauten einige Stichworte.

  (Foto ©offizielle Facebook-Seite von Krzysztof Varga)

Hallgrìmur Helgason, ausgebrannt

« Use the pen as your gun », so lautet die Maxime des isländischen Autors Hallgrìmur Helgason (Reykjavìk, 1959). Dem Schriftsteller zufolge habe der deutsche Tropen Verlag ein Kapitel über Hitler aus seinem letzten Roman Eine Frau bei 1000° zu zensieren versucht. Das Buch erzählt die Geschichte einer 85-jährigen Dame, die sich nicht davon frei machen kann, dass ihr Großvater ein Nazi war – daher auch die sehr spezielle Beziehung zur Kremation.

 (Foto ©offizielle Facebook-Seite von Hallgrìmur Helgason)

Translated from Journée mondiale du livre : qui fait le buzz en Europe ?

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