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Berliner und ihre Mauer: Gänsehaut und Geschichte

Published on

Story by

Sergio Marx

Translation by:

Katha Kloss

GesellschaftPolitik

Anna Bornschlegel und Manon Kurzenne des unabhängigen, französischsprachigen Kulturmagazins Berlin Poche haben sich in der deutschen Hauptstadt umgehört: Zu den Feierlichkeiten rund um den 20. Jahrestag des Mauerfalls ziehen Jung und Alt Bilanz.

Peter - 23 Jahre

"Mein Vater war Bodybuilding-Vize-Champion in der damaligen DDR. Wäre die Mauer eher gefallen, hätte er vielleicht sogar international Karriere machen können. Es war Zeit, dass die Mauer endlich fiel. Deutschland hätte nie in zwei Teile gespalten werden dürfen. Der Kommunismus verkleidet sich als ideales Regime. Doch rein praktisch gesehen, hat er nie wirklich funktioniert."

Ehepaar, 80 Jahre

"Das ist das Beste, was Deutschland jemals passiert ist. Wenn ich an den Mauerfall denke, bin ich so gerührt, dass ich jedes Mal Gänsehaut bekomme."

Martin, 22 Jahre

"Ja, die Mauer ist gefallen. Aber es ist witzig, dass man in den Straßen Berlins immer noch einen Unterschied zwischen Ossis und Wessis sehen kann."

Tobias, 16 Jahre

"Auf jeden Fall super, dass die Mauer nicht mehr steht! Jetzt bin ich kein Ossi mehr!"

Susanne, 37 Jahre

"Der Mauerfall ist ein außerordentlich wichtiges Ereignis für die Deutschen. Es ist wichtig zu feiern und sich zu erinnern!"

Steffi, 28 Jahre

"Ich denke nicht, dass die Mauer komplett weg ist. Ältere Leute können nicht vergessen, dass Deutschland eins geteilt war. Da gibt es bedeutende Unterschiede zwischen den Generationen. Für junge Menschen ist der Mauerfall bereits Geschichte."

Saskia, 17 Jahre

"Ich weiß nicht wirklich was über den Mauerfall. Aber gut find ich’s trotzdem."

Translated from Les Berlinois et le Mur : chair de poule et histoire ancienne