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Wiener Viertel Autofrei - Beton mit Gänseblümchen

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Lifestyle

Für einen Fotografen ist es schier unmöglich die unendlich vielen grünen Aspekte der Stadt Wien einzufangen. Die französische Fotografin Anne-Lore Mesnage hat sich deshalb dafür entschieden, sich auf ein kleineres Viertel im Osten der Hauptstadt zu konzentrieren: Autofrei. In Donaunähe, zählt diese 'grüne Zone' Salatgärten, Fahrräder, Parkour-Anhänger. Autofrei ist, wo die Großen den Einkaufswagen dem Auto vorziehen und die Kleinen am liebsten barfuß in ihre Sandalen schlüpfen. Wo die Betonplatten der Metropole mit Gänseblümchen flirten.

Diese Fotoserie ist Teil des cafebabel.com Reportageprojekts Green Europe on the ground 2010/ 2011.

Landidylle in Stadtnähe

Auf dem Weg zum Autofrei-Viertel in Wien. Die Stadt ist großräumig und verfügt über eine Vielzahl an Grünflächen. Fast könnte man glauben, man sei auf dem Lande.

Foto : ©Anne-Lore Mesnage

Ankommen

Ein autofreier Blick vom Land

Foto : ©Anne-Lore Mesnage

Da hast Du den Salat

Zwei Bewohnerinnen bereiten Biokörbe vor. Sie sind Gemüsegärtnerinnen und haben einen winzig kleinen Anbau, sodass sie um die zwanzig Körbe pro Woche verkaufen können.

Foto : ©Anne-Lore Mesnage

Stadtratten, Landratten

Das Viertel Autofrei, Ansicht aus der Nordmanngasse. Auf der einen Seite die Stadt, auf der anderen das Land. Mehr als 500 Personen leben in diesem Viertel.

Foto : ©Anne-Lore Mesnage

Bienchen und Blümchen

Bank inmitten der frei wuchernden Natur. Die Anwohner beteiligen sich an den Aufgaben der Wohnanlage. Bei der Gartenarbeit kann jeder selbst aktiv werden. Professionelle Gärtner werden nur für sehr spezifische Arbeiten gerufen.

Foto : ©Anne-Lore Mesnage

Fahrräder in voller Blüte

In diesem Viertel greifen die Anwohner hauptsächlich zum Fahrrad oder gehen zu Fuß.

Foto : © Anne-Lore Mesnage

Ping-Pong zwischen Pflanzen und Beton

Architekturelemente des Viertels. Die Natur nimmt einen großen Platz im Viertel ein. Die Anwohner sollen  vor allem in Ruhe leben, aber auch ihren Freizeitaktivitäten nachgehen können. Auf Initiative eines Anwohners steht der Autofrei-Community nun auch ein Fitnessraum zur Verfügung.

Foto : ©Anne-Lore Mesnage

Grün gegen Grau

Die Fassade von Autofrei. Das Gebäude wurde 1991 auf Initiative des Parteichefs der Grünen in Österreich, Christoph Chorherr, gebaut.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Parkour

Jugendliche beim Parkour . Dieser Sport wird an den Wänden und auf den Grünflächen der Stadt praktiziert. Auch im Viertel versuchen sich zwei Parkour-Anhänger vor der Garage am Eingang der Autofrei-Viertels. In die Garage passt nur ein einziges Auto, welches von den Anwohnern der Wohnanlage geteilt wird. Wenig Risiko also für die Jugendlichen, sie können sich in Ruhe austoben.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Mister Einkaufswagen « Keine Autos! »

Ein neuer Mitbewohner beim Umzug. Man muss sich organisieren. In der Wohnanlage dürfen keine Autos fahren, eine Umzugsaktion muss also gut durchorganisiert werden. Der Einkaufswagen beispielsweise ist praktisch für den autofreien Transport.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Trick

Auch das Hochbefördern der Blumentöpfe bis zur Wohnung muss gut organisiert sein.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Tatsächlich

Ironie des Schicksals, während meines Aufenthalts ist das elektrische Auto das Lieblingsspiel der Kinder im Viertel.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Barfuß

Simon spielt im zentralen Garten der Wohnanlage. Er ist barfuß, genau wie sein Vater. Er spielt mit einem kleinen Auto (Autofrei?). Aber man nimmt es ihm nicht übel, Simon ist erst 2 Jahre alt. Seine Eltern leben seit 10 Jahren in der Wohnanlage. Sein Vater Johannes erklärt, dass er nur öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Er fügt hinzu, dass es ein besonderer Moment ist, wo er in Ruhe überlegen kann und sich selbst wiederfindet. Im Durchschnitt verbringt er 2 Stunden täglich in öffentlichen Transportmitteln.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Stephan Fickl

Stephan wurde von den Einwohnern des Viertels als Beauftragter für die Wohnanlage gewählt. Auf dem Balkon seiner Wohnung, den alle benutzen dürfen (jede Wohnung ist von den anderen aus zugänglich, niemand ist von den anderen abgetrennt), befindet sich ein Kühlschrank. Stephans Frau hatte die Idee für alle alleinstehenden Personen der Wohnanlage, die nicht die Motivation haben Essen zuzubereiten, zu kochen. Sie bereitet Mahlzeiten vor, die sie in den Kühlschrank stellt, und jeder kann sich bedienen, wenn er ein wenig Geld für die gebrauchten Zutaten der Rezepte dort lässt. Ein Post-it auf dem Kühlschrank kündigt an, dass Stephans Frau gerade einige Tage Auszeit nimmt… und dass der Kühlschrank leer ist.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Donaunähe

Die Donau ist nur einen Katzensprung vom Autofrei-Viertel entfernt.

Foto: ©Anne-Lore Mesnage

Translated from Autofrei, le village d’où Vienne(nt) les instincts écolos