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Neuzugang bei cafébabel, willkommen Sophie!

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Ok, wir schwindeln ein bisschen. Eigentlich ist Sophie nicht mehr ganz neu und bereits einige Wochen bei uns in der Pariser Rédac. Trotzdem wollen wir euch unseren Neuzugang in der deutschen Redaktion nicht vorenthalten. 

cafébabel: Wer bist du und was machst du?

Ich bin Sophie und momentan trinke ich Kaffee.

cafébabel: Geheimnisvoll. Und was steht über dich bei Twitter?

Auf meinem Instagram-Profil steht: Pictures from Tübingen to Krakau and all the places inbetween. Ich habe in Tübingen studiert und mich dann so treiben lassen. Das war mal Bosnien, mal Krakau, mal die USA und jetzt Paris. Und auch wenn's darum geht, was ich mache, dann schwanke ich hin und her: Zwischen Kultur, Uni, Journalismus und Politik.

cafébabelWas hast du mit cafébabel gemeinsam?

Ich bin mehrsprachig! Polnisch und Deutsch sind meine Mutter- bzw. Vatersprachen. Englisch habe ich mit 16 Jahren in den USA gerlernt. In Französisch kann ich noch nicht allzu viel vorweisen. Und dann das Interesse daran mitzubekommen, was passiert, auch außerhalb von Deutschland. Da kommen Meldungen aus Palermo, junge Menschen teilen ihre verschiedenen Lebenskonzepte mit, es gibt coole Veranstaltungen oder eben auch Politik und Engagement. Finde ich spannend, am Puls der Zeit zu sein. Hier läuft alles zusammen.

cafébabelDein erster Eindruck vom Leben in Paris?

Es ist ziemlich hektisch, ziemlich voll, aber irgendwie auch schön. An viele Orte kann man sich vom Strom der Leute anschwemmen lassen und schöne Sachen entdecken und machen. Ich habe einige Aussichtsorte, die ich mag, viel schöne Architektur und ein paar coole Cafés entdeckt.

cafébabelDu hast ja schon zwei Nationalitäten, aber wenn du noch eine zusätzlich aussuchen dürftest?

Mich nervt dieses Nationalitäten-Blabla. Wenn sie zum Thema werden, dann nur, wenn man reisen will. Und da ist die deutsche Nationalität schon geschickt, weil du mit dem deutschen Pass eben fast überall hinkommst. Und das ist echt das Einzige, das mich an einer Nationalität interessiert. Da sind wir sogar noch besser gestellt als die Amerikaner, die kommen ja nicht so leicht in den Iran.

cafébabelWas können die Deutschen von den Polen lernen und umgekehrt?

Oh Gott. Die Deutschen von den Polen ein bisschen mehr Spontanität und Gelassenheit und die Polen von den Deutschen... bisschen mehr Ordnung? Nee, ich hab' keine Ahnung. Ich bin glücklich, dass ich mich zwischen den beiden hin- und herbewegen kann, aber ich kann das schwer an zwei Sachen festmachen.

cafébabelWo findet man dich an einem Freitagabend?

Mit Freunden in der Bar, auf einem Konzert oder in einer Ausstellung. Manchmal auch im Zug, unterwegs zu einem Wochenendtrip irgendwohin.

cafébabel: Oder im Wald in Polen? [Zu Sophies Vorstellungsgespräch war die Internetverbindung ziemlich wackelig, da sie unterwegs in Polen war]

Ihr glaubt immer noch, dass das im Wald war... Das war am Strand, hinter mir liefen als Sponge Bob verkleidete Menschen herum, die anfingen zu singen und Lärm zu machen! Aber ja, im Wald oder in den bergen bin ich auch serh gerne.

cafébabelDas Buch, das gerade auf deinem Nachttisch liegt?

Da liegen zwei Bücher. Einmal Paris - ein Fest fürs Leben von Hemingway, um in Paris reinzulesen. Und dann von Roger Willemsen: Afghanische Reise, ich glaube aber, das liegt in meiner Tasche. Aber ich lese gerade gern von reisenden Journalisten.

cafébabel: Bob Dylan hat den Literatur-Nobelpreis gewonnen, wie findest du das?

Das find' ich ziemlich cool.

cafébabel: Und wem würdest du einen Nobelpreis verleihen?

Dafür habe ich zu wenig gelesen. Wir haben auch immer diesen Westeuropa- und Amerikafokus. Es ist wichtig und spannend, sich da noch ein paar andere Länder anzugucken. Gib' mir noch 20 Jahre.

cafébabelEin Film, den du hasst?

Natürlich ein Sneak-Film, weil da ja selten was wirklich gutes läuft: Ananas-Express heißt der, ein Actionfilm, der eigentlich witzig sein sollte, mit Schießereien und Drogen usw. Die Anderen fanden es recht cool, vor allem weil es da irgendeine Verbindung zu The Big Lebowski gab. Aber ich fand ihn echt gar nicht gut.

cafébabelWie lautet deine Mission für die nächsten Monate bei cafébabel?

Ganz viel schreiben und spannende Sachen lesen.

cafébabel: Woran arbeitest du gerade?

Ich habe gerade einen Artikel zum Thema Hasskommentare namens 'Rotstift gegen Rechts' fertig geschrieben. Und gerade schreibe ich an einem über Hashtags und Internet-Aktivismus, dass man mit Hashtags auch soziale Bewegungen schaffen kann. #blacklivesmatter kennt man ja, in Deutschland ist #aufschrei sehr bekannt, nach dem Brexit #londonisopen und irgendetwas Unaussprechliches aus Spanien.

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