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Einsatz für die Pressefreiheit von Europa bis Iran

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Gesellschaft

Der 3. Mai wurde 1994 zum Internationalen Tag der Pressefreiheit erklärt. Cafebabel.com präsentiert die Personen in verschiedenen europäischen Ländern, die durch ihren Einsatz für eine freiheitliche Presse derzeit Aufsehen erregen.

Polen: Artur Domosławski und Kapuściński

Artur Domosławski ist ein polnischer Journalist, der 2010 mit seiner Biografie über den bekannten polnischen Autor Ryszard Kapuściński heftige Kontroversen auslöste. Das Buch Kapuscinski. Non-Fiction zweifelt mehrere Reportagen sowie die Familiengeschichte Kapuścińskis an und war bereits vor seinem Erscheinen im März 2010 zutiefst umstritten.

(Foto: ©Artur Domosławski/Świat Książki)

Frankreich: Denis Robert & Clearstream

Der französische Journalist Denis Robert deckte 2001/2002 die so genannte Clearstream Affäre auf, bei der es um Schwarzgeld-Geschäfte des luxemburgischen Unternehmens Clearstream ging. Nach zehn Jahren gewann Robert den Prozess gegen die Firma. Heute widmet er sich dem Schreiben und der Kunst… und dem Berufungsprozess des Falls Clearstream 2.

(Foto: (cc)Georges Seguin/Wikimedia)

Deutschland: Christoph Lütgert und der Drückerkönig

Christoph Lütgert vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) erregte 2010 Aufsehen mit seiner Dokumentation “Der Drückerkönig und die Politik” über die dubiosen Geschäftspraktiken und politischen Kontakte von Carsten Maschmeyer, dem Gründer des Finanzdienstleisters AWD. Maschmeyer, der mit Schauspielerin Veronica Ferres liiert ist, konnte zwar die Ausstrahlung der Sendung nicht verhindern, setzte aber durch, dass Szenen der Dokumentation geschwärzt, bzw. herausgeschnitten wurden.

(Foto: (cc)SPD-Schleswig-Holstein/flickr)

Ungarn: Fidesz-Renegat Hont András

Eine ungarische Babelianerin empfiehlt Kolumnist Hont András als Vertreter der Pressefreiheit in ihrem Land. Er schreibt für die ungarische Internetzeitung Hírszerzö und stammt ursprünglich aus den Reihen der ungarischen Partei Fidesz, einer anfangs liberalen, heute aber nationalkonservativen Partei, deren scharfer Kritiker er spätestens seit dem von Viktor Orban eingeführten Mediengesetz geworden ist.

(Foto: (cc)jjpacres/flickr)

Italien: Stefano Rodotà

Juraprofessor, Herausgeber der italienischen Tageszeitung La Repubblica und früherer Präsident der italienischen Datenschutzbehörde - Stefano Rodotà ist vielseitig engagiert. Mit vielen anderen Intellektuellen mobilisierte er vor einem Jahr die italienische Öffentlichkeit gegen ein neues Gesetz zur Telefonüberwachung und verlangsamte dadurch die Arbeit der italienischen Regierung entschieden.

(Foto: (cc)Umberto Lopez/flickr)

Iran: Ahmad Zeidabadi

Der iranische Journalist Ahmad Zeidabadi wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt und lebenslang verbannt. Planung einer ‚sanften Revolution‘ gegen die Regierung - lautet die Anklage. Der UNESCO zufolge verbündete sich Zeidabadi mit mindestens 26 anderen Journalisten, die im Iran für regierungsfeindliche Ideen inhaftiert sind. Die Organisation verlieh Zeidabadi den Guillermo Cano World Press Freedom Preis, der Journalisten auszeichnet, die für Demokratie und freie Meinungsäußerung eintreten.

(Foto: (cc)Roba/flickr)

England: Giles Duley

Am 7. Februar wurde der englische freischaffende Fotojournalist Giles Duley (39 Jahre) bei einer Bombenexplosion in Afghanistan verletzt, wo der Londoner seit Januar stationiert war. Er verlor beide Beine und seinen linken Arm und wurde anschließend für seine Ausdauer im Kampf für die Pressefreiheit gepriesen. Nach einem Jahrzehnt bei Zeitschriften wie New Statesman und Esquire setzte sich Duley auch für humanitäre Projekte ein.

(Foto: ©Giles Duley Fund)

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