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Die gesichtslosen Einwanderer von Athen

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Default profile picture colin

Translation by:

Default profile picture Jana Rosenboom

Gesellschaft

Innerhalb der letzten Jahre ist Griechenland mit fast 300 Migranten, die pro Tag die griechische Grenze überqueren, das zentrale Tor für die neuen Migrationsströme nach Europa geworden. Doch das schwere Schicksal der Immigranten wird in diesem Land, das sich mit immensen sozialen Umwälzungen konfrontiert sieht, von der „Wirtschaftkrise“ komplett in den Hintergrund gedrängt – ein offenkundiges Fehlen von Verantwortungsübernahme, das auf zahlreiche wirtschaftliche, soziale und geschichtliche Faktoren zurückzuführen ist: eine Regierung, die kurz vor dem Bankrott steht, eine auf der Tourismusbranche und dem Dienstleistungssektor (71 % des BSP) basierende Wirtschaft, und schließlich die schmerzliche Erinnerung an die Herrschaft der Osmanen. Zwar werden die Einwanderer auf griechischem Boden toleriert, doch sind ihre Zukunftsaussichten nicht sonderlich vielversprechend. In Athen, dessen Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, irren sie in der Nähe der historischen Stätten umher, stets auf der Suche nach etwas Einkommen, um sich ernähren zu können. Ihre täglichen Einnahmen sind vom Wetter und der Laune der Besucher abhängig. Um diese nicht zu stören, verhalten sie sich diskret, beinahe unsichtbar. Wie die antiken Statuen sind sie zu einem festen Bestandteil der Szenerie geworden – ihre Identität haben sie jedoch verloren.

Mohamed oder der Sonnenuntergang der Integration

Mohammed hat Feierabend. Er verlässt die Akropolis, wo er Souvenirs an Touristen verkauft. Als er damals versuchte, die griechische Grenze zu überqueren, wurde er verhaftet und musste mehrere Monate einsitzen. Heute wünscht er sich, nach Marokko zurückzukehren, da er weder Aussicht auf Arbeit noch auf Aufenthaltspapiere hat.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Gesichterlose Einwanderung

Statue eines Zenturio.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

 Khaled

Khaled ist wie viele andere Migranten über die Türkei nach Athen gekommen. Er stammt aus Marokko und würde gerne nach Frankreich oder Belgien ziehen, da er dort Bekannte hat. Wie die Mehrheit der Migranten hat auch Khaled sein Land wegen schlechter Wirtschaftsaussichten verlassen.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Gesichtslose Einwanderer 2

Statue eines Zenturio.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Asyl

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Gesichtslose Einwanderer 3

Statue einer griechischen Gottheit.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Les petits papiers

Ein Mitglied von Amnesty International versucht den illegalen Einwanderern zu helfen, indem es Zeugenaussagen sammelt. Asylanträge können in Griechenland nur Samstagmorgens zwischen 5 und 6 Uhr gestellt werden. Vor dem Amt stehen um die hundert Asylbewerber Schlange. Nur etwa zwanzig von ihnen werden ins Büro gebeten werden.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

L'immigration sans tête 4

Statue einer griechischen Gottheit – wahrscheinlich Aphrodite. 4. Jahrhundert v.Chr.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Acropole-emploi

Eine Gruppe junger senegalesischer Einwanderer, die vor mehr als einem Jahr in Athen ankam, versucht, wie all die anderen Einwanderer ohne Aufenthaltspapiere, bei der Akropolis mit dem Verkauf von gefälschten Armbanduhren und Luxustaschen an Touristen etwas Geld zu verdienen. Das angespannte Verhältnis zwischen ihnen und den Athenern vor Ort ist spürbar.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

L'immigration sans tête 5

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

 Pour le meilleur et pour le Pirée.

Eine Gruppe von Migranten am Hafen von Piräus.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

L'immigration sans tête 6

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

 Les robots ne pleurent pas...

Drei Tänzer unterschiedlicher Herkunft (griechisch, albanisch, bulgarisch) beim popping im Stadtzentrum von Athen.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

 Les statues non plus

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

 La police encore moins

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Une intégration pas très catholique

Alte orthodoxe Abbildung.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Pro-Syrien Demo

Im Februar griff eine Gruppe von ca. 50 Syriern die syrische Botschaft in Athen an. Seitdem finden hier regelmäßig pro-syrische Demonstrationen statt.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Une intégration pas très catholique

Alte orthodoxe Abbildung.

(Foto: ©Colin Delfosse für 'Multikulti on the ground' Athen von cafebabel.com)

Translated from Athènes : immigration sans visages

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