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Rom: Slow Food war vor Bio da

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Katha Kloss

Gesellschaft

Der griechisch-deutsche Fortojournalist Nikolas Konstantin besucht urbane Farmen, Restaurants und Null-Kilometer-Märkte der italienischen Hauptstadt. In Rom ist gutes Essen und die Kultur des Slow Food schon längst etabliert.

Terroni vs. Polentoni

Geografisch ist Italien in zwei kulinarische Sphären geteilt: die so genannten "Terroni" im Süden und die "Polentoni" im Norden.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Melting Pot Rom

Während die Terroni für ihre natürlichen, sonnengereiften Obst- und Gemüsesorten berühmt sind, überzeugt die Polentoni-Küche im Norden mit ihren reichen Soßen und Details. Rom ist der Melting Pot dieser beiden Welten, wo die fleischigen Soßen des Nordens und die einfachen Zutaten zu einer einzigartigen Küche verschmelzen.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Understatement, Geschmack, Qualität

So lauten die drei grundsätzlichen Prinzipien der italienischen Küche. Wie Leonardo da Vinci bereits feststellte: "Einfachheit ist die ultimative Vollkommenheit".

(Foto: ©Nikolas Konstantin)

Slow Food

Seit ihrem Widerstand gegen die Eröffnung einer McDonalds-Filiale in der Nähe der Spanischen Treppe 1986, gestaltet die Slow Food Bewegung die Stadt aktiv mit. Neben monatlichen Fisch- und Käse Messen, unterstützt die NGO auch '0 Kilometri', eine Initiative nach dem Vorbild der "Locavores", die Lebensmittel aus einem Umkreis von nur 100 Kilometern anbietet. Auf den wöchentlich stattfindenden "Zero Kilometer" Märkten findet der Römer zahlreiche Spezialitäten, die in der Region Lazio angebaut, geerntet und zubereitet wurden.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Urbane Landwirtschaft

Annamaria Baiocco und und ihre Kollegen der Umweltstiftung des römischen Viertels Garbatella [Legambiente Garbatella], Circolo, entschieden sich nach dem plötzlichen Verlust ihrer Jobs in der Wirtschaftskrise für lokales Engagement in der urbanen Landwirtschaft. Annamaria und ein 20-köpfiges Team verbringen seitdem ihre Zeit auf einer 5 Kilometer vom römischen Stadtzentrum entfernten Farm, wo sie Gemüse anbauen. "Wenn man's nicht wüsste, würde man nie auf die Idee kommen, dass solche Qualitätsprodukte mitten aus Rom kommen", lacht sie stolz.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Wissen, wo unser Essen herkommt

Während junge Leute Supermärkte bevorzugen, geht ein Großteil der Italiener immer noch auf den Markt. Seinen lokalen Gemüseverkäufer zu kennen und über die Probleme und Vorzüge der letzten Erntesaison zu plaudern, kommt weiterhin gut an. Beim Schlendern über den Markt treffe ich dabei besonders auf Händler der älteren Generation, junge Mütter und Verkäufer, die mich versuchen davon zu überzeugen, dass ihre letzte Ernte "die beste Italiens" gewesen sei.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Zeit ist Gold

In anderen Ländern Europas haben Fast Food Ketten mittlerweile 20 Prozent des Restaurantgeschäfts in der Hand. Italien bleibt seinerseits stabil bei 5 Prozent.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Das italienische Diktum "Il dolce far niente" bezieht sich auf die Schönheit des "süßen Nichtstuns". Für den Italiener ist nur Weniges im Leben angenehmer und zivilisierter als das Leben an einem vollen 'tavolo' mit Freunden und Bekannten zu genießen.

 (Foto: ©Nikolas Konstantin)

Translated from Local products in Rome: green is old news