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Geheimnisvolle Katakomben: das unterirdische Paris

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Translation by:

Kathrin Faltermeier

KulturLifestyle

Unter den Füßen der Pariser existiert eine Parallelwelt, deren Erkundung wie eine Zeitreise anmutet. Von den Katakomben und dem Bau der Pariser Metro bis zu den großen Haussmann-Boulevards und der Geburt des Champignons (champignon de Paris) - das unterirdische Paris beherbergt das Gedächtnis der Lichterstadt, im Dunkeln!

Diese Fotogalerie ist Teil des Reportageprojekts Orient Express Reporter Tripled, unterstützt vom deutsch-französischen Jugendwerk DFJW.

Metroeingang in Paris

Die Pariser Metro ist eine der ältesten der Welt: sie wurde 1900 eröffnet. Hier sieht man den Eingang zur Metrostation Cité.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Auf dem Weg in die Katakomben

Auf stillgelegten Bahnschienen um Paris sind zwei „Kataphile“ (von der französischen Bezeichnung „Cataphiles“ für die unterirdischen Wanderer) unterwegs zu einem Einstieg in die „inoffiziellen Katakomben“, die der Öffentlichkeit (im Gegensatz zur offiziellen Besichtigung der Katakomben) eigentlich nicht zugänglich sind.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Versteckter Eingang

Der Einstieg erfolgt durch ein Loch im Beton. Die Katakomben sind ehemalige Steinbrüche, die einst dazu dienten, die Gebäude der Hauptstadt zu errichten.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Ein Labyrinth aus Galerien

Es ist nicht immer einfach, sich in den Katakomben zurechtzufinden und ihre Erkundung ist mitunter riskant. Wer das erste Mal hier unten ist, wird „Tourist“ genannt und muss von einem sogenannten „Guide“, einem erfahrenen Katakombenfreund, begleitet werden.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Eine Wegkreuzung mehrerer Tunnel

An manchen Stellen steht das Wasser bis zu 80cm hoch. Anderswo muss man sich einige Meter lang auf allen Vieren voran bewegen. Allerdings besteht keine Gefahr, Ratten zu begegnen: das Netz der Katakomben ist von dem der Abwasserkanäle getrennt.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Die Freske „La Vague“ im Strandsaal

Inspiriert von den Farbholzschnitten des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai, wurde „La Vague“ („Die Welle“) in den 1980er Jahren gemalt. Sie ist eine der berühmtesten Fresken der Katakomben und wird regelmäßig restauriert. Der Saal, in dem sie zu finden ist, verdankt seinen Namen dem sandigen Untergrund.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Ein Kataphiler im Strandsaal

Der Kataphile ist nachtaktiv. Man erkennt ihn an seinen Gummistiefeln, seiner dreckigen Jeans, seinem Kampfanzug oder Blaumann. Für Puristen ist ein Anzug wie für die Höhlenforschung Pflicht. Die Ausrüstung besteht in der Regel aus Wegzehrung und Getränken für einen Fußmarsch von mehreren Stunden, ein paar Kerzen, manchmal einem Helm. Kataphile verständigen sich in einer für Nichteingeweihte unverständlichen Sprache.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Begegnung mit anderen Gruppen von Kataphilen

Die Beweggründe der Katakombenfreunde sind verschieden: einige finden einen Ausgleich zum Alltagsstress und schätzen die entspannenden Momente unter Freunden. Andere steigen aus historischem Interesse hinab, oder aus Abenteuerlust. Regelmäßig werden auch Partys mit mehreren hundert Teilnehmenden organisiert.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Rückkehr an die Oberfläche

Es ist zwei Uhr nachts. Für manche sind die Katakomben eine wahre Droge: einmal drinnen, fällt es schwer, wieder herauszukommen.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Knochen von 6 Millionen Parisern

In den Katakomben, 20 Meter unter der Erde, befindet sich das städtische „Knochenhaus“.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Der mittelalterliche Steinbruch „Carrière des Capucins“

Unter dem Krankenhaus „Hôpital Cochin“ im 14. Arrondissement von Paris führt Jean-Luc ein Dutzend Neugieriger in den mittelalterlichen Steinbruch „Carrière des Capucins“.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Durchgang in einer zur Besichtigung freigegebenen Galerie im Steinbruch „Carrière des Capucins“

Der Abbau des kalkhaltigen Bodens reicht wohl bis ins 12. Jahrhundert zurück. Damals waren die Steinbrüche am Rand der Stadt gelegen. Die abgebauten Steinblöcke wurden vor allem zur Erbauung der Pont Neuf und der Kathedrale von Notre Dame verwendet.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Eingang in die alte Krypta und die Tiefgarage unter dem Vorplatz von Notre Dame

Unter dem Vorplatz der Kathedrale Notre Dame von Paris sind mehrere Jahrhunderte Pariser Geschichte verborgen.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Galloromanische Spuren in der Krypta der Kathedrale Notre Dame

Die Überreste der Thermen stammen aus dem vierten Jahrhundert. Sie wurden bei den Bauarbeiten für die Tiefgarage unter dem Vorplatz von Notre Dame entdeckt.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Metrostation „Cité“

Einen Katzensprung von Notre Dame entfernt, verbindet die Metrostation „Cité“ die Insel „lle de la Cité“ mit den Ufern der Seine. Die Station wurde 1910 gebaut und befindet sich auf der Linie 4.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Die tiefst gelegene Metrostation von Paris

36m unter dem Erdboden… die Metrostation „Abbesses“ ist die tiefste von Paris. Sie liegt auf der Linie 12, in der Nähe des Hügels „Montmartre“, im 18. Arrondissement.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Innenansicht der Glaspyramide

Seit der Einweihung der Glaspyramide im Jahr 1989 fällt das Tageslicht auch in den Keller des Louvre.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Überreste des Hauptturms der mittelalterlichen Louvre-Festung

Im 13. Jahrhundert ließ König Philippe Auguste die Festung des Louvre zur Verteidigung von Paris errichten.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Unterirdischer Lauf des Kanals Saint-Martin

Zu Zeiten Napoleons erbaut um die Trinkwasserversorgung der Pariser sicherzustellen, erstreckt sich der Canal Saint-Martin im 10. und 11. Arrondissement von Paris über 4,5km. Seit den städtischen Umbauarbeiten unter dem Präfekt Haussmann im Jahr 1862 verläuft ein Teil des Kanals unterirdisch, um die neuen Verkehrsachsen der Stadt nicht zu behindern.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Champignonzucht „Clos du Roi“ in Saint-Ouen-L'aumône

In Saint-Ouen-L'aumône werden in der Champignonzucht „Clos du Roi“, die in einem ehemaligen Steinbruch untergebracht ist, täglich zwischen 500kg und einer Tonne Champignons „de Paris“ produziert.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Ein Weinkeller 40m unter der Erde

In Issy-les-Moulineaux, am Stadtrand von Paris, ruhen mehrere tausend Flaschen Wein in einem ehemaligen Kalkbruch.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Wrestling im Keller einer Bar

Im 5. Arrondissement von Paris organisiert die Bar „La Lucha Libre“ Wettkämpfe im mexikanischen Ringen. In einem Kellergewölbe steigen Pofis und Amateure in einer heiteren Atmosphäre in den Ring.

(Foto ©Julien Faure für Orient Express Tripled von cafebabel.com)

Diese Fotogalerie ist Teil des Reportageprojekts Orient Express Reporter Tripled, unterstützt vom deutsch-französischen Jugendwerk DFJW.

Translated from Mystères et catacombes : le Paris souterrain

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